Das Wohnhaus Mariahilf besteht in seiner derzeitigen Form seit 1984. Aufgeteilt auf drei Stockwerke befinden sich dort insgesamt 16 Einzelzimmer, 3 Dreibettzimmer und 3 Notbetten.

Jedem Bewohner stehen in seinem Zimmer Kasten, Bett und Nachtkästchen, Tisch, Sessel und Kühlschrank zur Verfügung. Außerdem ist jedes Zimmer mit einem eigenen Kabelfernsehanschluss und einer Internetanbindung ausgerüstet. Jedes Stockwerk bildet wiederum eine Wohngemeinschaft mit jeweils eigenen Wasch- und Duschräumen und einer Aufenthaltsküche.

  
Gang eines Stockwerks (links) und ein Einzelzimmer (rechts)

Die Miete inkludiert auch ein einfaches Frühstück (Brot, Semmeln, Marmelade, Zucker und Tee). An Samstagen wird von unseren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ein kostenloses Mittagessen angeboten.

Im Wohnhaus Mariahilf kümmern sich die ehrenamtlichen, oft religiös motivierten MitarbeiterInnen nicht nur um das seelische Wohl, sondern auch um vieles andere, was hier im Hause irgendwie erforderlich werden kann. Die Zivildiener sind wichtige Ansprechpartner für die Bewohner. StudentInnen von Sozialakademien und PraktikantInnen kümmern sich um die Freizeitgestaltung der Klienten. Wöchentliche Besprechungen und Teamsupervisionen koordinieren die Betreuung.


Die wöchentliche Teambesprechung

Im Durchschnitt bleiben die Menschen 7 Monate. Aufgrund von Suchtproblemen, hoher Verschuldung, schlechter Berufsausbildung u.a. gibt es am Weg zurück in die Gesellschaft manchmal auch Rückschläge. Die meisten jedoch können ihre Chance nützen: Circa zwei Drittel der Bewohner beziehen nach ihrem Auszug eine eigene Wohnung und etwa ein Drittel besitzt einen fixen Arbeitsplatz. Bei weniger als 10 Prozent kommt es innerhalb der Zeit im Wohnhaus Mariahilf zu einer neuerlichen Verhaftung.

  
Ein Zivildiener beim Tischtennisspielen mit einem Bewohner im Freizeitraum (links) und PraktikantInnen zaubern ein Festmahl in der Gemeinschaftsküche (rechts).